VEREINSGESCHICHTE

 

Anfang der 70er Jahre trafen sich in der Gaststätte „Zur guten Laune“ viele Sportler (Fußballer). Gastwirt war Werner Fröhlich, auch begeisterter Fußballer.

Im März 1971 kamen einige dieser Sportler auf die Idee, auf dem Schiffdorferdamm wieder einen Verein zu gründen. Es gab nämlich vor dem Krieg und kurz danach einen Sportverein auf dem Damm. Er ging in den Wirren der Nachkriegszeit in den Sportverein Schwarz-Weiß Bremerhaven über, den heutigen Geestemünder SC. Als dieser sich wieder so nennen durfte, ging der Sportverein Schiffdorferdamm darin auf.

Am 24. Mai 1971 war es dann soweit:

Sieben Gründungsmitglieder traten erneut den Gang zum Anwalt an, nachdem die Eintragung ins Vereinsregister im März 1971 daneben ging. Es waren die Mitglieder Werner Fröhlich, Günther von Scheidt, Herbert Schlieper, Kurt Bräuer, Heinz Fischer, Antje Schmidt und Ernst Hoppe. Die Satzung war in Ordnung. Der Verein war gegründet. Als erster Vorsitzender wurden Uwe Leers und als zweiter Werner Monsees gewählt. Die weiteren Vorstandsmitglieder waren Bernd Böhlken, Inge und Heinrich Junghans.

Auf dem Damm stand man dieser Vereinsgründung sehr skeptisch gegenüber. Viele junge Menschen waren zum Teil schon in den verschiedenen benachbarten Sportvereinen. Es waren auch keine Übungsstätten, kein Sportplatz, kein Sportheim vorhanden. Aber dennoch, wie nicht anders zu erwarten begann man mit einer 1. Herren-Fußballmannschaft. Ein halbes Jahr später begannen Heini Junghans und seine Frau Inge mit dem Aufbau einer Jugendfußballmannschaft. Gespielt und trainiert wurde auf dem „Kohlenmoor“. Die Gebrüder Kassens – Kohlenhandlung und Dr. Mainzer stellten das Gelände zur Verfügung. Es wurde ein Fußballplatz in eigener Regie gebaut. Dazu kamen bescheidene Umkleideräume. Die 1. Herren-Mannschaft spielte sich über die Kreisliga bis in die höchste Bremer Klasse, die Verbandsliga, vor. Die Punktspiele mussten auf fremden Plätzen ausgetragen werden, beispielsweise auf den Plätzen des TuSpo Surheide, des Geestemünder SC und in der Nachbargemeinde beim TV Schiffdorf, ja sogar auf dem Melchior-Schwoon-Platz, bei den Stadthäusern.

Schon im Sommer 1971 trafen sich die ersten Frauen in der Pausenhalle der Veernschule, um sich sportlich zu betätigen. Die Turnhalle stand dem SCS noch nicht zur Verfügung. Im Januar 1972 war es Inge Brandt, die die Frauen auf Trab brachte. Es war die Geburtsstunde der Gymnastikabteilung, der jetzigen Turnabteilung.

Gut eine handvoll Tischtennisspieler wollten den Turnfrauen nicht nachstehen. Sie gründeten ebenfalls im Frühjahr 1972 eine Tischtennisabteilung. Gespielt wurde in der Pausenhalle der Veernschule.

1978 hielten sich die Handballer nicht mehr zurück. Acht Sportkameraden bauten eine schlagkräftige Handballabteilung auf. Mittlerweile spielt man mit dem TuSpo Surheide in einer gut funktionierenden Spielgemeinschaft.

1985 war das große Jahr unseres Vereins. Am 01.07.1985 wurde uns von der Stadt Bremerhaven unsere eigene Sportanlage übergeben. Die Einweihung erfolgte am 6./7. und 8. September 1985 mit einer großen Veranstaltung auf der Anlage. Alle anliegenden und örtlichen Vereine, wie der Schießclub Schiffdorferdamm, der Reitclub, der Taubenzüchterverein, die Siedlergemeinschaft Schiffdorfer Grenzweg, der TuSpo Surheide und der BSC Grünhöfe beteiligten sich daran.

Aber schon 1984, am 22. März, wurde das Sportheim zur Nutzung übergeben. Unser SCS hatte endlich eine Bleibe.

Die Mitgliederzahl stieg von 1984 bis 1986 von 320 auf über 750 Mitglieder an.

Ein Jahr nach der Übergabe wurde 1986 die Tennisabteilung neu gegründet. Der Verein hatte das große Glück, mit Unterstützung der Firma Malicki, den Bau von Tennisplätzen zu realisieren.

1990 wurde uns das Rasenkleinfeld (Gymnastikwiese) übergeben. Es wurde im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) mit finanzieller Beteiligung des Vereins erstellt.

Ebenfalls im Rahmen einer ABM und Vereinsmitteln wurde das Sportheim umgebaut und erweitert. Außerdem wurde zwischen den Sportplätzen ein Regiehaus errichtet. Die Sportler der Tennisabteilung bauten 1989 mit eigenen Mitteln und eigener Kraft eine Terrassenüberdachung.

Dank einiger Sponsoren konnte als vorläufig letzte Baumaßnahme der Pavillon am Rasenplatz gebaut werden.

Wir möchten uns auf diesem Wege noch einmal recht herzlich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass wir diese schöne Anlage haben.

 

(Auszüge aus der Festzeitschrift zum 25jährigen Bestehen, erstellt von Wilfried Filter)